„Europäischer Tag der Herzinsuffizienz 2017“ - Zentrale Rolle der Pflegekräfte in der strukturierten Betreuung | 4.5.2017

Im Rahmen der Pressekonferenz der Arbeitsgruppe Herzinsuffizienz am 4.5.2017 in Wien gab ÖGKV Präsidentin Ursula Frohner folgende Stellungnahme ab:

"Gerade in der Behandlung der Herzinsuffizienz spielen Pflegekräfte eine enorm wichtige Rolle, sagt Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV). Zentrale Aufgabe sei, die Erkrankten in ihrer eingeschränkten Lebenssituation fachkompetent zu begleiten und der Situation angepasst zu motivieren und gesundheitsfördernde Maßnahmen zu setzen. Erklärtes Ziel ist größtmögliche Therapietreue und überflüssige Hospitalisierung zu verhindern. Frohner: „Am effizientesten geht das im Rahmen strukturierter Betreuungsprogramme.“ Je nach Setting von DMP übernehmen Pflegekräfte die Hausbesuche, halten über das Telefon Kontakt zu den Patienten oder koordinieren die telemedizinische Überwachung.

„Es ist kein Zufall, dass in den Richtlinien der ESC für die effiziente und flächendeckende Betreuung von Herzinsuffizienz-Patienten gleich viele besonders geschulte Pflegepersonen wie Ärzte empfohlen werden“, so Frohner. „Demnach sollte mindestens eine pro 100.000 Einwohner zur Verfügung stehen. Für Österreich wären das rund 85 spezialisierte Fachkräfte.“

Das Problem dabei: Eine landesweit einheitliche Spezialausbildung, wie es sie in vielen Ländern bereits gibt, fehlt in Österreich. Frohner: „Der ÖGKV entwickelt daher derzeit basierend auf dem Rahmen des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes und den Guidelines der ESC ein österreichweites Bildungsangebot für Gesundheits- und Krankenpflegepersonen mit dem Ziel, die notwendigen speziellen Wissensinhalte zu vermitteln.“

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