12. März 2010
Präsentation: Leitfaden Gesundheitliche Versorgung gewaltbetroffener Frauen
Im Rahmen einer Pressekonferenz in den Räumen des Vereines Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) in Wien wurde am 10. März 2010 der Leitfaden Gesundheitliche Versorgung gewaltbetroffener Frauen präsentiert.
Der Leitfaden ist das Ergebnis des Projekts Häusliche Gewalt – Anforderungen und Handlungsbedarf im Gesundheitssystem, das von der Gesundheit Österreich GmbH/ÖBIG im Auftrag des ehemaligen Ministers für Gesundheit, Familie und Jugend, Abteilung Familienpolitik durchgeführt wurde. Für die Konzeptionierung und Klärung inhaltlicher Fragen wurde eine Arbeitsgruppe installiert, der VertreterInnen von Berufsverbänden, Fachgesellschaften, Opferschutzgruppen und Fraueneinrichtungen angehörten. Das Fachwissen der Pflege wurde unter anderem durch ÖGKV-Präsidentin Ursula Frohner eingebracht und in den Leitfaden aufgenommen.
„(…) Gewalt in der Familie bzw. gegen Frauen ist vielerorts noch ein Tabu-Thema. Daher ist es wichtig, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im medizinischen Versorgungssystem besonders sensibilisiert sind und mögliche Anzeichen rasch erkennen“, beton Staatssekretärin Christine Marek im Rahmen der Pressekonferenz.
Der Leitfaden ist „Grundlage für die Aus- und Weiterbildung von Pflegepersonen und MedizinerInnen“, deshalb kommt ihm besondere Bedeutung zu“, stellt Bildungsexpertin Erdemgil-Branstätter fest.
„MitarbeiterInnen haben beim Erkennen von Gewaltanwendung, für die Art der Hilfestellung und den Verlauf der Unterstützung sowie für die Prävention weiterer Gewalttaten eine zentrale Funktion“, betont AÖF-Geschäftsführerin Rösslhumer.
In einem umfangreichen Serviceteil gibt es
Dokumente zum Download - PDF
Weitere Informationen
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser - AÖF
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

