DER STANDARD 29. April 2009
„Feuer gelöscht, Brandursache bleibt“  
16.000 frühere illegale 24-Stunden-Pfleger sind mittlerweile angemeldet. Das Dauerproblem Pflege sei damit aber noch lange nicht erledigt, sagen Hilfsorganisationen und Seniorenvertreter. Sie fordern weitere Reformen. Günther Oswald Wien - Seit die Neuauflage von Rot-Schwarz angelobt wurde, ist es etwas ruhig um das Pflegethema geworden. Die einzig bisher gesetzte Maßnahme: Angehörige bekommen künftig eine kostenlose Pensionsversicherung, wenn der von ihnen betreute Pflegebedürftige mindestens in der Pflegestufe drei ist. Kostenpunkt laut Ministerratsbeschluss vom Dienstag: fünf bis acht Millionen pro Jahr. Darüber hinaus wurden bisher nur einige Arbeitsgruppen eingerichtet. Konkrete Zeitpläne seien derzeit aber noch nicht absehbar, heißt es im Sozialministerium von Rudolf Hundstorfer (SPÖ).

 

DIE PRESSE 29. April 2009
ÖSTERREICH 29. April 2009
OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 29. April 2009
SALZBURGER NACHRICHTEN 29. April 2009
TIROLER TAGESZEITUNG 29. April 2009
VORARLBERGER NACHRICHTEN 29. April 2009
Pflege: Verbesserungen fix  
Der Ministerrat hat am Dienstag eine Verbesserung für pflegende Angehörige beschlossen. Ab 1. Juli 2009 wird der Bund die Dienstgeber- und Dienstnehmerbeiträge zur freiwilligen Pensionsversicherung schon ab der Pflegestufe drei übernehmen - und zwar unbefristet Die Presse" berichtete bereits in der Freitag-Ausgabe. Bisher galt diese Regelung erst ab Stufe fünf und nur für höchstens vier Jahre. Die Kosten belaufen sich 2009 und 2010 auf je fünf Mio. Euro, 2011 und 2012 auf sieben Mio. und 2013 auf acht Mio. Euro.

 

VORARLBERGER NACHRICHTEN 25. April 2009
Pflegeheime zertifiziert  
Die Pflegeheime in Dornbirn werden - ähnlich wie derzeit das Krankenhaus der Stadt Dornbirn - nach neuesten Kriterien des Qualitätsmanagements zertifiziert. Der Dornbirner Stadtrat hat den entsprechenden Grundsatzbeschluss nach Vorlage eines Berichtes durch Bürgermeister Rummele in seiner jüngsten Sitzung gefasst. Noch im Herbst sollen die Arbeiten aufgenommen werden. Die Zertifizierung eines Pflegeheimes wird österreichweit einzigartig sein.

 

DIE PRESSE 24. April 2009
Verbesserung der Pflege  
Neues Sozialgesetz: Bund übernimmt unbefristet Pensionsbeiträge von Angehörigen zur Gänze. Die Regierung versucht, Menschen, die zur Pflege von Angehörigen daheimbleiben, verstärkt unter die Arme zu greifen. Der Beitrag zur Pensionsversicherung wird künftig zur Gänze vom Bund übernommen, die Regelung gilt außerdem nunmehr unbefristet. Das ist einer der Kernpunkte der nächsten Änderung des Sozialgesetzes ASVG-Novelle, die von Sozialminister Rudolf Hundstorfer SPÖ am kommenden Dienstag zum Beschluss im Ministerrat vorgelegt wird. Diese Änderung soll noch vor dem Sommer vom Nationalrat beschlossen werden.

 

OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 22. April 2009
Land kämpft mit Mangel an Pflegepersonal  
Der Bedarf an Pflegepersonal steigt Jahr für Jahr, doch die Zahl der Interessenten nahm ab: Das Land muss bereits intensiv für Pflege-Schulungen werben, um einen Personalmangel abzuwenden. Etwa 5600 Personen arbeiten derzeit in Oberösterreich in den Altenheimen im Pflegedienst. Soziallandesrat Josef Ackerl (SP) sieht einen massiv steigenden Personalbedarf - nicht nur bedingt durch die Bevölkerungsentwicklung mit einem immer höheren Anteil alter Menschen: Durch die Änderungen beim Pflegegeld - nach diesem richtet sich der Heim-Personalschlüssel - werden heuer 300 zusätzliche Pflegepersonen gebraucht.

 

SALZBURGER NACHRICHTEN 18. April 2009
Neues FH-Studium für Pflege in Salzburg  
Ab Herbst gibt es in Salzburg drei Möglichkeiten, den Pflegeberuf zu lernen: Praktisch in der Pflegeschule, in einer Kombination aus Praxis und Wissenschaft an der PMU und - neu - an der FH Salzburg. Im Herbst startet an der FH Salzburg mit vierzig Studierenden der erste dreijährige Studiengang Gesundheits- & Krankenpflege" und schließt mit einem Bachelor of Science BSc ab. Finanziert wird der Studiengang vom Land Salzburg. Kr positioniert sich damit neben der Pflegeschule der Salzburger Landeskliniken SALK und dem bereits seit zwei Jahren existierenden, siebensemestrigen Studium der Pflegewissenschaften gekoppelt mit einer Pflege-Ausbildung an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität PMU. Ein FH-Masterstudium soll folgen, bis auf Weiteres ist ein solches aber ausschließlich an der PMU möglich.

 

KÄRNTNER TAGESZEITUNG 15. April 2009
Sozialmilliarde  
Gewerkschaft verlangt finanzielle Aufwertung der Arbeit im Gesundheits- und Sozialbereich. Gerade während Krisenzeiten sei es besonders wichtig, in diese Zukunftsbranchen zu investieren. Vermögenssteuer als Geldquelle? Vereine und karitativen Organisationen, in denen diese Menschen arbeiten, leiden unter chronischen Finanzierungsengpässen, es fehlt an qualifiziertem Personal. Sie leisten eine anspruchsvolle, belastende und wertvolle Arbeit - die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen. Die finanzielle Anerkennung dafür hält sich jedoch in Grenzen. Die durchschnittlichen Nettoeinkommen in diesem Dienstleistungssegment, in dem zu 80 Prozent Frauen tätig sind, betrugen 2007 etwa 1100 Euro monatlich und liegen damit um fast 20 Prozent unter den Bruttoeinkommen aller Beschäftigten. Viele der gemeinnützigen Vereine und karitativen Organisationen, in denen diese Menschen arbeiten, leiden unter chronischen Finanzierungsengpässen, es fehlt an qualifiziertem Personal.

 

WIENER ZEITUNG 15. April 2009
ÖSTERREICH 15. April 2009   
Wien sucht dringend 800 Krankenpfleger  
Derzeit suchen Wiener Unternehmen 800 Mitarbeiter für den Bereich Krankenpflege. Die Stadt fördert nicht zuletzt deshalb die Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich heuer verstärkt. Der Wiener Arbeitnehmerförderungsfonds Waff investiert 2,2 Millionen Euro, wie Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely und Finanzstadträtin Renate Brauner am Dienstag berichteten. Unter dem Titel Wege in die Pflege" startet man dazu am 17. April eine Reihe von Informationsveranstaltungen. So unterstützen mit dem Programm Pflegeberufe" Waff und AMS gemeinsam 550 Personen beim Einstieg in einen Pflege- oder Sozialberuf, indem entweder die gut dreimonatige Ausbildung zum Heimhelfer oder die dreijährige zum Gesundheits- und Krankenpfleger finanziert wird. Die Teilnehmer erhalten bereits zu Beginn der Ausbildung eine fixe Jobzusage des künftigen Arbeitgebers. Dafür wird den Unternehmen bei der Personalvorauswahl geholfen.

 

KURIER (WIEN) 15. April 2009   
In der Pflege herrscht trotz Krise Personalmangel  
Im Gesundheits- und Pflegebereich werden derzeit in Wien 800 neue Mitarbeiter gesucht. Krankenhäuser, Caritas, Volkshilfe oder Rotes Kreuz - alle brauchen Personal, um dem steigenden Bedarf Rechnung zu tragen. Dass die Pflegeberufe derzeit boomen, hat mit dem sicheren Arbeitsplatz zu tun. Das beginnt am ersten Tag der Ausbildung, wenn man vom WAFF den späteren Dienstgeber erfährt und während der Schulung sogar. ein Taschengeld bekommt.

 

DIE PRESSE 6. April 2009  
Bakkalaureat für den Pflegeberuf  
"2inl-Modell Pflege": Hinter dieser Formel verbirgt sich die Kooperation der Medizinischen Privat-Uni Paracelsus und des Rudolfinerhauses in Wien. Nach sieben Semestern erhalten die Absolventen den universitären. Bachelor-Abschluss und das Diplom zur allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege. Bewerbungen sind bis 30. April möglich.