Ethik in der Pflege - im klinischen Bereich
BZ_12112
Thema
Pflegen ist moralisches Handeln. Pflegekräfte sind in ihrer täglichen Arbeit mit ethischen Herausforderungen immer wieder konfrontiert. Pflegekräfte müssen ihr Handeln begründen und reflektieren können. Sie müssen bei ethischen Konflikten Lösungen finden oder zur Klärung beitragen und sind wichtige Partner im ethischen Diskurs. Eine professionelle ethische Konfliktlösung, sowie das Reflektieren des eigenen pflegerischen Handelns dienen nicht nur zu Steigerung der pflegerischen Qualität, sondern sind wichtige Faktoren in der Sorge um das eigene Wohl von Pflegekräften.
Unser Weg:
"Die einen, so scheint mir, haben viele Werkzeuge und wenig Ideen; die anderen haben viele Ideen und gar keine Werkzeuge. Das Interesse der Wahrheit würde verlangen, dass die Denkenden sich endlich dazu herablassen, sich mit den Schaffenden zu verbünden."
(Denis Diderot)
Ethik bedeutet für uns den Blick auf das tägliche pflegerische und medizinische Handeln zu lenken. Theoretische Grundlagen dienen als Werkzeug für die pflegerische Praxis und dürfen nicht praxisferne Konstrukte bleiben. Unser Ziel ist es die moralische Urteilskraft Pflegender zu schulen und Hilfe für den Pflegealltag anzubieten. Ethik muss sich am täglichen Handeln in der Pflege und Medizin orientieren. Wir vertreten keine Wahrheiten, sondern Ethik lebt für uns durch den gleichberechtigten Austausch. Ein positives Seminarumfeld und auch Spaß beim Lernen sind uns ein Anliegen.
Inhalt
Anhand der Prinzipienethik (Beauchamp&Childress), die eingangs vorgestellt wird, werden ethische Aspekte der Altenpflege betrachtet. Darauf aufbauend werden praktische Fallbeispiele besprochen und analysiert. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit eigene Fallbeispiele einzubringen. Das Seminar schließt mit einer exemplarischen ethischen Fallbesprechung wie diese in der Praxis im Stationsteam durchgeführt werden kann.
Ziel
Zielgruppe
Das Seminar wendet sich an alle Berufsgruppen der Altenpflege. Die Erfahrung hat gezeigt, dass durch die Teilnahme von MitarbeiterInnen aus anderen interdisziplinären Bereichen (Ärzte, Verwaltung, Qualitätsmanager, Seelsorger, Alltagsbetreuer, ehrenamtliche Mitarbeiter...) alle Seminarteilnehmenden sehr profitieren. Dies fördert das Verständnis füreinander, eröffnet neue Denkansätze durch andere Sichtweisen und ermöglicht so gemeinsame Zielsetzungen.
Voraussetzungen
Die Bereitschaft eigene Standpunkte einzubringen und kritisch zu reflektieren. Ehrliches Interesse und Respekt gegenüber den anderen Teilnehmenden und ihren Beiträgen.
Moderatoren
Um den Anforderungen, die das Thema Ethik mit sich bringt, gerecht zu werden und die Teilnehmer gut begleiten zu können wird das Seminar von zwei Moderatoren geführt.
Mag. Doris Fölsch: diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Diplomphilosophin, Pflegeethikerin, zertifizierte Fachtrainerin, zertifizierte Ethikberaterin, Fachautorin bei Facultas (Wien) und Thieme Verlag (Stuttgart).
Nina Leiber, DGKS: diplomierte Intensivpflegefachkraft, akademische Pflegeberaterin, zertifizierte Fachtrainerin.
Für weitere Informationen sind Sie herzlich zu einem Blick auf die Homepage www.pflegeethik.at eingeladen.
Teilnehmerzahl
max. 15 Personen
Termin
21. und 22. Februar 2012, jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr
Kosten
420,- Euro für ÖKGV-Mitglieder
460,- Euro Vollpreis
FrühbucherInnen - bei Buchung bis 10. Jänner 2012
390,- Euro für ÖKGV-Mitglieder
430,- Euro Vollpreis
Anmeldeschluss
7. Februar 2012
Kontakt
Mag. Katrin Scharaditsch
Tel. 01/4782710-14
E-Mail: bildung@oegkv.at
