Ausstellung
(vlnr) Mag. Schwaiger, Dr. Karmasin, ÖGKV Präsidentin Frohner, PD Krichgatterer, Lagb. Ritzler, Mag. Lugstein
Podiumsdiskussion

12. Mai 2010

Dem Pflegepersonalmangel in Österreich mit positivem Image begegnen!

Motivforscherin Dr. Sophie Karmasin liefert Grundlage für eine Image- und Marketingkampagne für die Pflegeberufe in ganz Österreich

Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage an diplomierten Pflegekräften in ganz Österreich öffnet sich dramatisch. Im Dezember 2009 berichteten die Salzburger Nachrichten von ca. 6.600 offenen Stellen im Pflegebereich in Österreich. In der Zwischenzeit fehlen auf Grundlage dieser Einschätzung mehr als 7.000 Pflegekräfte.

„Ein erster Schritt um die nötige Anzahl von geeigneten BewerberInnen für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege zu gewinnen und die derzeit tätigen Pflegepersonen motiviert im Berufsfeld zu halten ist es, die Gesundheits- und Krankenpflege als positive Marke zu etablieren und dem Beruf jenes positive Image zu verleihen, das seiner gesellschaftspolitischen Bedeutung entspricht“,
stellt dazu Mag. Karl Schwaiger, Vorsitzender der Vereinigung der PflegedirektorInnen Österreichs (Austrian Nurse Directors Association - ANDA) fest.

Die ANDA hat gemeinsam mit dem Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) und der Berater- und Trainergruppe FUTURE ein innovatives Konzept für eine österreichweite Image- und Marketingkampagne erarbeitet.

Prominente Unterstützung bei der medialen Umsetzung erhalten die InitiatorInnen der Kampagne durch ORF-Moderatorin Barbara Stöckl. Sie erklärte sich spontan bereit sich für dieses wichtige Anliegen persönlich ein zu setzen und an der Medienkampagne mit zu wirken.

Die ersten Schritte zur Umsetzung dieses Projekts erfolgen im Bundesland Salzburg. In der Zukunftskonferenz unter dem Motto Pflege-Image, Image-Pflege, Nachwuchs-Pflege wurde heute von Fr. Dr. Sophie Karmasin, Motivforschung Karmasin die von der ARGE „Salzburger Pflegetage 2010“ exklusiv beauftragte Studie über das aktuelle Image der Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich präsentiert:


So wird die Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich wahrgenommen

Ziel der Studie war es auf Grundlage von 500 repräsentativen Befragungen in ganz Österreich eine Einschätzung der Bevölkerung zum Image der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe zu erhalten. Die Befragung erfolgte im Zeitraum von 6. bis 16. April 2010. Zusammengefaßt einige markante Ergebnisse aus der Studie:


  • Wenngleich die ÖsterreicherInnen den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen positiv gegenüber stehen, ist der Wunsch einen Beruf in diesem Bereich selbst auszuüben, gering ausgeprägt, auch bei den Jüngeren und somit potentiellem Berufsnachwuchs
  • Die persönliche Ablehnung ist in größeren Städten und Wien am höchsten
  • Die Berufsgruppe gilt in der Gesellschaft lediglich als durchschnittlich angesehen
  • Das Ansehen bewegt sich besonders in Wien bzw. größeren Städten auf Durchschnittsniveau
  • Die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe gelten insbesondere als wichtig, verantwortungsvoll, unentbehrlich sowie zukunftssicher. Gleichzeitig auch als anstrengend und beanspruchend
  • Die Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege werden zukünftig an Bedeutung gewinnen

Auf Grundlage dieses Befragungsergebnisses ist klar erkennbar, dass die Stärken des Berufs der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege in einer positiven Image- und Markenentwicklung verstärkt kommuniziert und in der Öffentlichkeit präsentiert werden müssen.

Dazu ist es nötig, dass die politisch Verantwortlichen für die Bereiche Gesundheit und Soziales in den Bundesländern, sowie im Sozial- und im Gesundheitsministerium bereit sind, das vorgeschlagene Konzept gemeinsam zu finanzieren.

Details zur Studie Image und Marketingkampagne Gesundheits- und Krankenpflege finden Sie unter www.salzburgerpflegetage.at



Kontakt
Mag. Karl Schwaiger
Vereinigung der PflegedirektorInnen Österreichs (ANDA)
Vorsitzender der ARGE PflegedirektorInnen Salzburg
karl.schwaiger(at)oegkv.at

Österreichischer Gesundheits-
und Krankenpflegeverband

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