OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 26.03.2009
Null Promille für alle Krankenhaus-Mitarbeiter
Nach einer EU-Studie weisen 10% der arbeitenden Bevölkerung ein „problematisches Trinkverhalten“ auf. In Österreich dürfte der Wert noch darüber liegen, sagt Felix Fischer vom Therapiezentrum Traun. Er hat in allen gespag-Krankenhäusern die Aktion „offene Antwort“ initiiert, die sich mit Alkoholmissbrauch am Arbeitsplatz beschäftigt. Im September wurde die Aktion in der Landes-Frauen- und Kinderklinik in Linz gestartet und dort bereits implementiert. Die restlichen gespag-Krankenhäuser werden folgen.
OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 21.03.2009
Antrag auf Erschwerniszulage bringt mehr Geld für pflegende Angehörige
Das Pflegegeld wurde mit Jahresbeginn je nach Pflegegeldstufe zwischen vier und sechs Prozent erhöht. Neu ist auch eine Erschwerniszulage, für die aber bis Ende April ein Antrag einzubringen ist, will man die volle Höhe ausschöpfen. „Bisher entsprachen die Pflegegeldeinstufungen vor allem für Menschen mit Demenz-Erkrankungen leider nicht dem tatsächlichen Pflegebedarf. Veränderungen waren hier dringend notwendig", sagt Josef Striegl, Oberösterreich-Leiter der Sozialversicherung der Bauern. Diesen so genannten Erschwerniszuschlag erhalten pflegende Angehörige aber nur dann rückwirkend ab 1. Jänner, wenn sie bis 30. April einen Pflegegelderhöhungsantrag stellen.
DER STANDARD 18.03.2009
Grüne und ÖGB fordern einen Pflegefonds
Der Pflegekostenanteil am Bruttoinlandsprodukt wird sich nach Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts auf zwei Prozent im Jahr 2030 verdoppeln. Zuletzt haben Bund und Länder rund 3,3 Milliarden Euro jährlich für Pflege ausgegeben. Das Wifo empfiehlt einen Pflegefonds, der auch aus Vermögenssteuern wie der Grundsteuer gespeist werden soll. ÖGB, Grüne und Diakonie unterstützen diesen Vorschlag, sie sprachen sich für eine solidarische Form der Finanzierung" aus, wie es der grüne Sozialsprecher Karl Öllinger formulierte.
KÄRNTNER TAGESZEITUNG 18.03.2009
Grüner Ruf nach Vermögenssteuer
Die Einrichtung eines Pflegefonds ist im Regierungsprogramm festgeschrieben, über seine
Speisung findet man allerdings nichts. Wirtschaftsexpertin Ulrike Mühlberger schlug nun vor, den Fonds mit Vermögensbesteuerung zu finanzieren. Dem können sowohl die Grünen als auch die Gewerkschaft einiges abgewinnen. Hintergrund des Vorstoßes sind Berechnungen,
wonach sich der Pflegekostenanteil am Bruttoinlandsprodukt bis 2030 verdoppeln wird.
TIROLER TAGESZEITUNG 17.03.2009
Pflegejobs als Chance in der Krise
Zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise und der Arbeitslosigkeit schlägt die Volkshilfe die Schaffung von tausenden Jobs im Pflegebereich vor. In Österreich herrsche derzeit ein Mangel an Pflegepersonal von 6500 Vollzeitstellen, die Nachfrage werde zukünftig sogar noch steigen, erklärte Volkshilfe-Geschäftsführer Erich Fenninger am Montag bei einer Pressekonferenz. Volkshilfe-Präsident Josef Weidenholzer forderte deshalb von der Bundesregierung die rasche Umsetzung eines Pflegefonds.
SALZBURGER NACHRICHTEN 12.03.2009
Entlastung für Pflegende – Staat übernimmt Weiterversicherung früher
Eine Verbesserung für pflegende Angehörige, die ihren Beruf aufgeben müssen, um sich der Betreuung naher Verwandter widmen zu können, bringt die 69. ASVG-Novelle, die derzeit in Begutachtung ist. Gegenwärtig übernimmt der Bund dann die gesamten Kosten für die Weiterversicherung pflegender Angehöriger, wenn sie Pflegefälle ab Stufe 5 betreuen - unddamit mehr als 180 Stunden monatlich mit der Betreuung ihrer Verwandten beschäftigt sind. In Zukunft wird für die komplette sozialrechtliche Absicherung pflegender Angehöriger schon gesorgt, wenn sie sich um Pflegefälle der Stufen 3 (Pflegebedarf: mehr als 120 Stunden monatlich) und Stufe 4 (Pflegebedarf: mehr als 160 Stunden) kümmern. Derzeit müssen sie die Hälfte der Weiterversicherung aus eigener Tasche bezahlen.
VORARLBERGER NACHRICHTEN 12.03.2009
„Pflege kostet nun mal Geld“
Rot und Grün übten erneut massive Kritik am Vorgehen des Landes im Zuge der Pflegedebatte. Die Regierung verweigere den Blick auf Missstände im System, so die Kritik. „Sie versuchen die Pflegedebatte schönzureden", nahm Grünen-Obmann Johannes Rauch Soziallandesrätin Greti Schmid in die Kritik. Indem ständig von Einzelfällen die Rede sei, versuche man von den eigentlichen Problemen abzulenken. Und weiter: „Pflege kostet nun mal Geld.“ Entsprechend scharf viel der Konter von Schmid aus. Die Opposition sei nicht in der Lage, das Positive im Land zu sehen. Auf die Mängel gewisser Pflegeheime sei rasch reagiert worden. Und: „Die gezielte Missständedarstellung schürt nur Verunsicherung bei allen", kritisierte sie die Opposition.
OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 11.03.2009
Pflegeberufe als Herausforderung und Chance
Immer mehr Menschen werden im Lauf ihres Lebens pflegebedürftig. ÖGKV-Präsidentin Ursula Frohner äußert sich im Interview über Herausforderungen, künftige Entwicklungen und Ausbildungstrends im Pflegebereich. So sieht Frohner den größten Bedarf an Pflege im Bereich der Langzeitversorgung. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der verbesserten medizinischen Versorgung, wird die Lebenserwartung und somit auch die Zahl chronisch erkrankter Menschen weiter ansteigen. Was diese Phänomene für die Pflege in Zukunft bedeuten, lässt sich laut Frohner nicht abschätzen. Vielmehr sei es an der Zeit, „dass Entscheidungsträger auf diese Veränderungen mit nachhaltigen Konzepten reagieren“. Hinsichtlich Pflegeausbildung fordert die ÖGKV-Präsidentin die Integration an das europäische Bildungssystem und eine Verlagerung der Ausbildung an das tertiäre Bildungssystem. „In der Ausbildung selbst gilt es, praktisches Wissen verstärkt als Ressource zu berücksichtigen“, so Frohner weiter. „Viele Kolleginnen sind seit Jahren in der Pflege tätig. Ihr Wissen und ihre praktischen Erfahrungen gilt es, noch mehr in die Ausbildung zu integrieren und zu nutzen.“
OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 11.03.2009
Qualität hat Zukunft – Altenarbeit in Oberösterreich
Bereits heute weisen von den über 1,4 Mio. Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern rund 66.000 einen dauernden Pflegebedarf auf. Dieser Anteil wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Zur Erreichung der Zielvorgaben aus der Bedarfs- und Entwicklungsplanung bis 2015 müssen die mobilen Dienste weiter ausgebaut und die Qualitätsoffensive in den Alten- und Pflegeheimen fortgesetzt werden. Diese Zielvorgaben, basierend auf der demografischen Entwicklung, machen die Altenarbeit auch zu einem der krisensichersten Berufsfelder überhaupt. Alleine durch das mit 1. Jänner 2009 in Kraft getretene Pflegegeldgesetz und den damit verbundenen Veränderungen bei den Pflegegeldeinstufungenwerden rund 300 zusätzliche Pflegepersonaleinheiten in den Alten- und Pflegeheimen in Oberösterreich benötigt.
OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 11.03.2009
Pflege und Betreuung muss für alle leistbar sein - OÖVP für weitere Entlastung der pflegenden Angehörigen
Mit 1. Jänner 2009 wurde das Pflegegeld um vier bis sechs Prozent erhöht, die Regelungen zur Einstufung wurden verbessert. Auch die Förderungen für die Betreuung zuhause durch selbstständige und unselbstständige Pfleger („24-Stunden-Betreuung“) wurden erhöht, die Vermögensgrenze für den Erhalt einer Förderung ist gefallen. Damit wurden zentrale Forderungen der OÖVP erfüllt", erinnert OÖVP-Klubobmann Mag. Thomas Stelzer. Wir treten aber weiterhin dafür ein, dass das Pflegegeld jedes Jahr im Ausmaß der Pensionserhöhung angehoben wird."
OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 11.03.2009
OÖGKK: Spezielle Service-Pakete für pflegende Angehörige
Mit ANNA (Angehörige nehmen Auszeit) bietet die OÖGKK rund 400 pflegenden Angehörigen im Jahr die Chance, sich körperlich und seelisch zu erholen und Kraft zu tanken, aber auch um Tipps und Hilfen für die oft körperlich und psychisch belastende Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Die Kur- und Erholungsaufenthalte können von Frauen und Männern in Anspruch genommen werden, die die Hauptlast der Pflege einer Person tragen, für die Pflegegeld bezogen wird, die bei der OÖGKK versichert sind und die durch die Pflege bereits an medizinischen Beeinträchtigungen zu leiden haben. Mit EMMA bietet die OÖGKK in Kooperation mit der Caritas ein ähnliches Programm, was Kuraufenthalte für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen ermöglicht.
DER STANDARD 10.03.2009
Ärzte verhandeln über Pflegegeld-Gutachten
Die Frage, wie viel ein ärztliches Pflegegeld-Gutachten wert ist, hat in einigen Bundesländern für Dissens zwischen Ärzten und Versicherungen gesorgt und wird nun verhandelt. Ein „Boykott" der Ärztekammern Salzburg und Oberösterreich wurde mittlerweile beendet.
SALZBURGER NACHRICHTEN 10.03.2009
Pflegegeld: Streit um Geld für Gutachten
Wie viel ist ein ärztliches Pflegegeldgutachten wert? Über diese Frage wird derzeit in Salzburg und Oberösterreich kontrovers diskutiert. Dem Ganzen vorangegangen ist ein „Boykott" der örtlichen Ärztekammer. Grund ist eine Empfehlung des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, den Ärzten pro Gutachten ab heuer 80 Euro zu bezahlen. Dagegen sieht die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) - wie übrigens auch die SVA - nur 50 Euro dafür vor. Die Vereinbarung des Hauptverbandes hat Empfehlungscharakter. Die PVA kann natürlich selbstständig handeln", sagte eine Sprecherin dazu.
TIROLER TAGESZEITUNG 10.03.2009
Bürgerforum fordert ein Pflegecoaching
Das Tiroler Bürgerforum regt im nächsten Landtag ein Projekt zur Schulung pflegender Angehöriger an. „Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen schulen die Betroffenen zu Hause. Das hat den enormen Vorteil, dass die Schulung unkompliziert und punktgenau auf die jeweilige Pflegesituation zu Hause angepasst werden kann", so Abgeordnete Andrea Haslwanter-Schneider. In Salzburg laufe dies bereits erfolgreich.
VORARLBERGER NACHRICHTEN 10.03.2009
Pflege-Gutachten verhandelt
Die Frage, wie viel ein ärztliches Pflegegeld-Gutachten wert ist, hat für Dissens zwischen Ärzten und Versicherungen gesorgt und wird nun verhandelt. In Salzburg und Oberösterreich waren Ärzte auf die Barrikaden gegangen.
TIROLER TAGESZEITUNG 08.03.2009
600 neue Jobs im Pflegebereich
Das Hilfswerk will 2009 österreichweit mehr als 600 Heimhilfen einstellen. Neben Jobs für diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegehelfer und Altenfachbetreuer gibt es auch Möglichkeiten für Einsteiger.
DER STANDARD 07.03.2009
„Pflegeberufe werden noch immer als Almosen verstanden“
Eine zersplitterte Branche, Wildwuchs bei den Jobs: Die Gesundheits- und Sozialberufe arbeiten am Image, sagt der Branchenvorsitzende der Arbeitgeber, Wolfgang Gruber.
„Pflegeberufe werden noch immer von der Gesellschaft als Almosen verstanden. Es fehlt das Bewusstsein, dass diese Branche unheimlich viel an Wertschöpfung bringt.“ Der Branche fehle zudem ein entsprechendes Lobbying, was auf geschichtliche Gründe zurückzuführen sei. Die Sozialberufe müssen sich erst noch formieren, um eine Akzeptanz wie andere Branchen erzeugen zu können, so Gruber weiter.
KRONEN ZEITUNG (WIEN MORGENAUSGABE) 06.03.2009
Hochmoderne Pflege: Mit dem Videofon gegen die Einsamkeit
Die Volkshilfe Steiermark, Telekom Austria und die Firma Zydacron starten jetzt mit einem Pilotprojekt, das bei Erfolg auf ganz Österreich ausgeweitet werden könnte - das Projekt Videofon. Hochmodern, leicht anzuschließen an den vorhandenen Fernsehapparat, lässt sich über eine Kamera jederzeit mit der Familie kommunizieren. Und natürlich mit den Volkshilfe-Experten, die quasi per Liveschaltung die betagten Damen und Herren bei der Medikamenteneinnahme unterstützen oder bei der Blutdruckmessung helfen können.
KURIER (WIEN) 04.03.2009
Offene Stellen im Pflegebereich
Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF) sucht 100 diplomierte KrankenpflegerInnen und 250 HeimhelferInnen.
TIROLER TAGESZEITUNG 04.03.2009
Sprachrohr für Pfleger und Angehörige Richtung Politik
Die Politik habe die Hilfeschreie aus dem Pflegebereich nicht gehört, deswegen richte die AK nun das Pflegereferat ein. Fehlende Pflegeschlüssel, Personalmangel sowie existenzgefährdende Bedingungen für die Auszubildenden – die Liste an Kritik der AK und Gewerkschaftler ist lang. Bisher wären sie aber vergeblich beim Land vorstellig geworden. Das Referat könne als Sprachrohr verstärkt der Politik gegenübertreten, so AK-Chef Erwin Zangerl. Für Landesrat Gerhard Reheis gehört das System finanzierbar weiterentwickelt. Etwas schlecht zu machen, was nicht schlecht ist, sei allerdings nichts anderes als Wahlkampf.
KÄRTNER TAGESZEITUNG 01.03.2009
Neues Servicezentrum vernetzt Pflegestellen
Netzwerk „Gesundes Wolfsberg“ heißt das Projekt, das Gesundheitslandesrat Peter Kaiser und Wolfsbergs Bürgermeister Gerhard Seifried präsentierten. „Es bietet Bürgerservice für Pflege und Betreuung aus einer Hand: von der Patientenbetreuung zu Hause, über Präventions- und Aufklärungsarbeit, bis zu Beratung und Hilfestellung für pflegende Angehörige“, so Seifried. Derzeit wird am Aufbau der Koordinationsstelle gearbeitet, eine zweijährige, wissenschaftlich begleitete Pilotphase soll im Herbst erfolgen. Langfristiges Ziel sei es, die Pflegebetreuung zu optimieren, die Betreuung der zu Pflegenden in deren gewohnter Umgebung zu ermöglichen und den Krankenanstaltenbereich zu entlasten.