DIE PRESSE 13. Mai 2009
WIENER ZEITUNG 13. Mai 2009
Die Fiktion der Gratispflege  
Seit 1. Jänner dieses Jahres müssen Kinder nicht mehr für offene Pflegeheimkosten ihrer Eltern aufkommen. Doch der Kärntner Soziallandesrat Christian Ragger BZÖ will die Regresspflicht als einziges Bundesland wieder einführen. Bis zur Pflegestufe vier sollen Angehörige dazuzahlen. Im Gegenzug soll die Hauskrankenhilfe für daheim Betreute' ab Pflegestufe 5 verbilligt werden, so Ragger in einer Aussendung. Damit solle ein Signal gesetzt werden, wie wichtig die Pflege zuhause für die Gesellschaft sei. Alle anderen Länder halten die Kärntner Lösung für einen Irrweg, obwohl auch sie berichten, dass ihre Pflegeausgaben steigen. Wirklich kostenfrei für Angehörige sind Heimplätze allerdings nur in der Steiermark, überall sonst hält man sich an Erben oder Ehepartnern schadlos.

 

DER STANDRAD 13. Mai 2009
Heftiger Protest gegen Kärntner Regress bei Pflege  
Das vom regierte Kärnten will künftig wieder auf das Vermögen von Kindern zugreifen, wenn deren Eltern im Pflegeheim liegen: Eine Ankündigung von Soziallandesrat Christian Ragger im Standard provoziert heftige Proteste. Herwig Seiser, Klubobmann der SPÖ Karnten, befürchtet einen „sozialen Kahlschlag“, FPÖ-Behindertensprecher Norbert Hofer sagt: „Es kann nicht sein, dass Schulden, die aufgrund der Spaßkultur angehäuft wurden, zulasten der Pflege gehen.“ Kritik kommt auch vom ÖVP-Seniorenbund. Kein anderes Land will dem Kärntner Beispiel folgen.

 

DER STANDARD 12. Mai 2009
Pflege-Mehrkosten zwingen zum Rückzieher  
In Kärnten wird künftig wieder auf das Vermögen der Kinder von Pflegeheim-Bewohnern zurückgegriffen. Experten kritisieren diesen Rückzieher und befürchten „Pflegetourismus“.

 

DIE PRESSE 9. Mai 2009

Bachelor im Dienst am Krankenbett                                  
Fachhochschulen und Privatuniversitäten ermöglichen akademische Ausbildungen in Gesundheits- und Krankenpflege. Kommenden Herbst fällt an der Fachhochschule Salzburg der Startschuss für den Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege". In Kooperation mit den Salzburger Landeskliniken werden hier Personen ausgebildet, die ihr Studium nach drei Jahren mit dem international anerkannten Bachelorgrad abschließen. In Zukunft wird sich im medizinischen Bereich viel Verantwortung von den Ärzten zu den Pflegerinnen und Pflegern hin verschieben" sagt Doris Walter, Geschäftsführerin der Fachhochschule Salzburg, und spricht damit wachsende Anforderungen in Bereichen wie Patientenberatung, Gesundheitsförderung oder Pflegekoordination an, denen eine Hochschulausbildung und der damit verbundene akademische Grad vermehrt Rechnung tragen soll.

 

TIROLER TAGESZEITUNG 11. Mai 2009

Schwestern zweiter Klasse Kampf angesagt                      
Das Land will das schlechte Image der Altenpfleger verbessern. Zugleich erhebt es den künftigen Personalbedarf im Pflegebereich. Die zwei Sozialsprecherinnen der ÖVP und SPÖ im Landtag haben sich zusammengetan. Sonja Ledl und Gabi Schiessling ist die derzeitige Situation im Pflegebereich ein Dorn im Auge. Das Image der Altenpflege ist sehr schlecht, du bist eine Schwester der 2. Klasse. Wenn du im Krankenhaus arbeitest, heißt es ,super', wenn du aber im Heim bist, hat es denn Hauch, dass du sonst nirgends gebraucht wirst", weiß die frühere Heimleiterin Ledl.